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Das System

Die Cranial-System-Prothetik ist eine besondere Methode zur Herstellung prothetischer Versorgungen. Dabei wird davon ausgegangen, dass der Mensch in seiner Ganzheit zu betrachten sei, und in der zahnmedizinischen, -technischen Versorgung nicht auf das Gebiss reduziert werden sollte. Cranial bezieht sich hierbei auf den ganzheitlichen Zusammenhang zwischen den Zähnen, der prothetischen Versorgung, und dem Schädel (Cranium).
Der Herstellungsprozess wird in die CSP-Analyse und den Fertigungsprozess unterteilt. Referenzpunkte, die mit Hilfe einer Oberkiefer-Abformung (Modell) quasi am Schädel des Patienten über das Modell festgelegt werden, dienen im Rahmen der CSP-Analyse der computergestützten Errechnung der individuellen Kauebene, des ursprünglichen Zahnbogenverlaufes und der Länge der Oberkiefer- Frontzähne. CSP schafft im Gegensatz zur traditionellen Zahntechnik auf diese Weise eine Verbindung zwischen dem Oberkiefer und dem restlichen Schädel. Läßt man die Betrachtung der Wechselwirkung zwischen Oberkiefer und Schädelknochen außer Acht, ist es möglich, dass die vom Unterkiefer beim Kauen auf die Zähne des Oberkiefers übertragenden Kräfte ungleich verteilt werden.

Als Folge dieser Fehlbelastungen des Schädelknochens können Kopf-, Rücken- und Nackenschmerzen, oder Beschwerden im Wirbelsäulen- und Beckenbereich auftreten.
Dies kann mit Hilfe der CSP-Prothetik vermieden werden.

Der Verfahrensablauf

Nutzen für den Patienten

  • optimale Rekonstruktion des natürlichen Zahnbogenverlaufs und damit der Funktion
  • gesteigerte Lebensqualität durch optimal sitzenden Zahnersatz
  • Vermeidung von durch Zahnersatz ausgelösten Folgeschäden (z.B. Kopfschmerzen, Rückenschmerzen)
  • höherer Kaukomfort

Nutzen für die Praxis

  • definierte, computergestützte Wiederherstellung der Kauebene und des Zahnbogenverlaufes, sowie der Länge der Oberkiefer- Frontzähne
  • Vermeidung des Risikos von Folgeschäden infolge der Anfertigung von Zahnersatzes und daraus resultierender Reklamationen
  • Zeitersparniss durch gezielte Formgebung und Platzierung des Zahnersatzes
  • optimierte Arbeitsabläufe durch systematische Vorgehensweise

CSP - aktueller Patientenfall

Im aktuellen Fall ist die Ausgangssituation für den Patienten wenig attraktiv: viel Zahn zu sehen und die Kauebene hängt. Zudem ist die Phonetik und der Platz für die Zunge eingeschränkt. Auf der zugehörigen CSP-Platte, die uns die ermittelte Kauebene angibt, auf der dann die Zähne aufgestellt werden, wird das Problem noch deutlicher: Der Biss offen, klaffend, da die Kauebene ohne CSP nach dorsal absinkt. Mit CSP stehen die Frontzähne auf der Platte. Interessant ist, dass der Patient mit der neuen Aufstellung mit CSP sagt, er hätte mehr Platz für seine Zunge und er lispelt nicht, er hat eine andere, in dem Fall uneingeschränkte Phonetik.

CSP presst natürlich Zahnlänge und - bogen in ein Schemata, das so bei der Individualität der Menschen an sich nicht gegeben ist. Korrekturen sind bei nachlassendem Muskeltonus der Lippen- und Wangenmuskulatur evtl. notwendig, aber der Aufwand ist wesentlich geringer und die Trefferquote sehr hoch.

CSP - sehr vielseitig einsetzbar

Vor kurzem bat uns ein Kunde, nach einer Vorpräparation für eine 14gliedrige teleskopierende Brücke zu beurteilen, ob seine Präp ausreichend war, um eine ansprechende, ästetische Arbeit zu realisieren, da die Patientin bei Ihrer alten Brücke einen zu großen Zahnbogen und zu große Zähne monierte. Mit dem CSP-System konnten wir unserem Kunden in der Situation wertvolle Hilfestellung geben, und somit die Voraussetzung für ein optimales Ergebnis für die Patientin schaffen.

CSP im praktischen Einsatz

(* Bilder mit freundlicher Genehmigung der TMHS Dentaltechnik)

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